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Februar 2012

 Februar 2012 

in den letzten Wochen hat es in Israel ziemlich viel geregnet. Am Schabbat goss es in der Nacht von Freitag auf Samstag in Strömen. Als wir am Freitagabend von der Synagoge nach Hause zurückkehrten, genossen wir bei einem köstlichen Mahl die Wärme des Esszimmers. Wir unterhielten uns darüber, wo jeder von uns die Woche über gewesen war und was wir getan hatten, wir sprachen über den Thoraabschnitt dieser Woche und sangen Lobpreislieder. Es gibt nichts Beglückenderes als zu wissen, dass Gott unser Land mit Regen segnet, während wir zuhause die Wärme der Heizung und die Gesellschaft unserer Familie und Freunde genießen.

Manchmal ist es verlockend, die Kälte und Nässe draußen zu vergessen und zuhause zu bleiben, wo man von Liebe und Freundlichkeit umgeben ist anstelle von Hass und Misstrauen. Ich empfinde das manchmal so, auf unser Leben in Israel, insbesondere Samaria, bezogen. Ich fühle mich in meinem Ort zuhause, wo ich die Menschen und sie mich kennen, wo man sich umeinander kümmert. Aber wenn ich meinen Ort verlasse, fahre ich an arabischen Dörfern vorüber, deren Bewohner mich wahrscheinlich hassen. Wenn ich das Radio anschalte, höre ich von der Bedrohung aus dem Iran, dessen Atomprogramm bald vollendet sein wird. Und ich höre die Kritik aus Europa und den USA, weil wir für Familien in Judäa und Samaria neue Häuser bauen.

Es ist verlockend, die Gefahr von außen zu vergessen und sich auf unser häusliches Leben zu konzentrieren. Es ist verlockend, nur an die jung verheirateten Paare zu denken, die sich auf ihr neues Haus in unserem Ort freuen und die Kritik ausländischer Politiker an unserer Bautätigkeit zu ignorieren.

Im täglichen Leben müssen wir es aber auch lernen, mit der Bedrohung von außen umzugehen. Unsere Politiker arbeiten Tag und Nacht, um unser Land zu schützen, wobei sie ihre Politik anderen Ländern gegenüber auch noch rechtfertigen müssen. Das ist nicht einfach und sie sind nicht immer erfolgreich. Wenn wir aber über die Grenzen unseres Landes hinausschauen, ist es tröstlich zu sehen, dass wir dort draußen auch Freunde haben. Dass die Kälte und der Regen auch ein Segen Gottes sind. Sie, unsere Freunde aus aller Welt, sind wirklich ein Segen Gottes für uns. Wenn wir uns zuhause auch geborgen fühlen, müssen wir die Welt draußen doch nicht verdrängen. Wir können an Sie denken und Ihre Freundschaft würdigen. Ihre anhaltende Unterstützung und Ermutigung sind eine wahre Quelle des Segens für uns.

Es grüßt Sie herzlich,

Sondra Oster Baras
Vorsitzende von CFOIC Israel

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