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Mai 2013

soeben sind die jährlichen Gedenkveranstaltungen zu Ende gegangen, die mit der Feier von Israels Unabhängigkeitstag zum Abschluss kommen. Diese Veranstaltungen im Frühling, die direkt nach dem Pessachfest stattfinden, rufen eine einzigartige Atmosphäre in Israel hervor. Genau eine Woche nach dem Ende der Pessachfeierlichkeiten erinnern wir uns an die sechs Millionen Juden, die von den Nazis und ihren Handlangern vor etwa 70 Jahren in Europa ermordet wurden. Eine Woche später erinnern wir uns an die Soldaten, die während der vielen Kriege und Kämpfe Israels fielen, während sie unser Land gegen unsere zahlreichen Feinde verteidigten. Am selben Tag gedenken wir der bei heimtückischen und in den letzten Jahrzehnten in Israel so häufig gewordenen Terroranschlägen ermordeten Zivilisten. Einen Tag später feiern wir das Wunder der Wiedergeburt des Volkes Israel in unserem eigenen Land – den Beginn des modernen Staates Israel.

Es ist gut und richtig, sich an den Preis zu erinnern, den wir alle bezahlt haben. Und besonders an den Preis, der von den Familien der Getöteten bezahlt wurde, damit wir in Freiheit und Würde in unserem Land leben können. Wir versammeln uns in den Synagogen, um Gott zu loben für Seine unermessliche Güte, dass Er sich an Sein Volk erinnert und Seine Verheißung, uns in das Land Israel zurückzuführen, wahr gemacht hat. Dabei sollten wir uns auch an all diejenigen erinnern, die die Erfüllung der Verheißung nicht erleben konnten: Sie starben jung, bevor sie eigene Kinder haben konnten.

Während ich diesen Brief schreibe, patrouilliert mein eigener Sohn an der Südgrenze Israels und beschützt uns vor Feinden, die uns schaden möchten. Es ist doch immer dasselbe! Es gibt immer Menschen, die Waffen tragen müssen, damit wir nachts ruhig schlafen können, damit unsere Kinder ohne Angst und Schrecken in unseren Parks und auf den Spielplätzen spielen können. 

Wenn ich an das Wunder der Existenz des Staates Israel denke, weiß ich, dass wir als Volk mehr Freude erfahren haben, als wir jemals für möglich gehalten hätten. Die Freude bringt aber auch Verantwortung mit sich. Jeder Bürger Israels freut sich über das Erreichte und trägt gleichzeitig Verantwortung für unsere Zukunft. Und genau so soll es wohl auch sein.

Sie, unsere lieben Freunde und Unterstützer, teilen die Freude und die Verantwortung mit uns. Sie hätten uns leicht ignorieren und Ihr Leben in Ihrem Land leben können, ohne einen Gedanken an den Rest der Welt zu verschwenden. Sie haben sich jedoch entschlossen, Israel zu umarmen und dem Volk zu helfen, das von Gott erwählt wurde. Sie haben uns als Partner in vielfältiger Weise unterstützt. Mögen Sie immer die Kraft und den Mut haben, diese Partnerschaft weiterzuführen. Möge Gott Sie stets für alles, was Sie getan haben, segnen.

Es grüßt Sie herzlich

Sondra Oster Baras
Vorsitzende von CFOIC Israel

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