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November 2019

Die Feiertage sind wieder vorbei. Sie waren wunderbar! So viel Zeit mit der Familie, Zeit, sich in der Synagoge im Gebet zu freuen, umgeben von Nachbarn und Freunden. Ich danke Gott, dass er mich mit so vielen wunderbaren Menschen in meiner Ortschaft gesegnet hat.

Als ich mich an Rosh HaSchana umsah, bemerkte ich, dass sich etwas geändert hatte. Wir sind alle älter geworden. Immer mehr der Frauen, die mich in der Synagoge umgeben, sind entweder selbst älter und schwächer geworden oder sie haben Mütter aufgenommen, die älter und schwächer waren. Meine Eltern sind seit vielen Jahren in den Ferien bei uns, aber seit einiger Zeit kommt mein Vater im Rollstuhl in die Synagoge und meine Mutter geht viel langsamer als früher.

Am Ende meiner Reihe standen eine Frau in meinem Alter und ihre Mutter. Beide sind schon lange Mitglieder unserer Synagoge, aber heute wirkte ihre Mutter plötzlich so viel älter. Sie ist eine Überlebende des Holocaust und bat darum, in diesem Jahr in der ersten Reihe zu sitzen – etwas, was sie noch nie zuvor getan hatte. Es schien, als wollte sie schon längere Zeit dort sitzen, hatte aber erst jetzt diesen Wunsch geäußert. Natürlich wollten wir alle, dass sie vorne sitzen konnte. Sie wurde von ihrer Enkelin zu ihrem neuen Platz begleitet, hatte aber nicht die Kraft, dort für den gesamten Gottesdienst bleiben.

Als ich in den Männerbereich hinunterblickte, erinnerte ich mich an einen wunderbaren Mann, der vor einigen Monaten gestorben ist. Er war schon über 90 Jahre alt und war auch Holocaustüberlebender. Er war bei einem bestimmten Teil der Gebete zu Jom Kippur, dem Tag der Buße, immer besonders laut. Wir haben ihn dieses Jahr vermisst.

Es war ein Segen, so viele Frauen und ihre Mütter und Großmütter in der Synagoge zu sehen. Aber es war auch traurig zu sehen, wie viele dieser wunderbaren Frauen schwächer, weniger ihr Umfeld wahrnehmend und abhängiger waren als früher. Unsere Gesellschaft ist eine Gesellschaft, die unsere älteren Menschen schätzt. Wir sind gespannt auf ihre Geschichten und lernen von ihrem Mut und den oft schwierigen Wege, die sie nach Israel führten. Wir schulden ihnen viel, denn sie sind die Generation, die das moderne Israel gegründet  und die Generation, die Hitler überlebt hat.

Wir möchten Ihnen gerne die Möglichkeit geben, den Männern und Frauen zu helfen, die die letzten Jahre ihres Lebens erreicht haben. Ich hoffe, dass Sie sich mir anschließen und ihnen helfen, diese Jahre in Würde zu verbringen, mit der Hilfe und der Zuwendung, die sie so sehr brauchen. Vielleicht möchten Sie in diesem Monat etwas spenden, um den älteren Menschen in Judäa und Samaria zu helfen. Ich danke Ihnen vielmals!

Mit herzlichen Grüßen,

Sondra Oster Baras

Director

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